Der Aufruf, orthopädische Hilfsmittel für Südafrika zu spenden, war erfolgreich. Die Mitglieder des Vereins Blau-Weiß 98 Gütersloh um Organisator Oguz Kocak haben 60 Hilfsmittel gesammelt, die demnächst auf die Reise ins Land der Fußball-Weltmeisterschaft gehen sollen.
Der Verein hatte Ende 2009 einen Aufruf zu der Spendenaktion gestartet. In weniger wohlhabenden Ländern, zu denen auch Südfarika zählt, sei die medizinische Versorgung nicht immer optimal. Gerade orthopädische Hilfsmittel, von verletzten Fußallern benötigt, seien oft teuer. Die Idee war, nicht mehr benutzte, aber meist voll funktionsfähige Hilfsmittel dorthin zu schicken. Mit Erfolg. Bis heute kamen rund 60 verschiedene Hilfsmittel zusammen. Krücken, Schienen oder Bandagen, für jede typische Fußballer-Verletzung ist etwas eingegangen. Die Fußballer vom Pavenstädter Weg haben nun auch einen geeigneten Abnehmer gefunden. Über die Gütersloher Familie Fulton, die südafrikanische Wurzeln besitzt, entstand der Kontakt in das WM-Land. Die zwei Kartons, gefüllt mit Hilfsmitteln, sollen nun an eine gemeinnützige kirchliche Organisation vor Ort versandt werden; diese leitet sie an ein Krankenhaus weiter, um Armen und sozial schwächer Gestellten die Spenden im Bedarfsfall zu überreichen.
„Für den Versand fehlen uns noch rund 150 Euro“, sagte Organisator Kocak. Da ein solcher Versand für einen kleinen Verein wie Blau-Weiß ziemlich kostspielig sei, erhofft sich Kocak Unterstützung von privaten Sponsoren, die einen Teil der Transportkosten übernehmen. „Gutes zu tun ist wichtig in unserer Gesellschaft und darf nicht am Geld scheitern.“ Angst vor einem Scheitern hat er jedoch nicht: „Sonst schmeißen wir zusammen und bezahlen den Rest aus der eigenen Tasche.“
Für den Fußballverein in Pavenstädt ist es nicht das erste soziale Engagement. Erst kürzlich wurden alte Trikotsätze der Senioren-Mannschaften nach Valmiera/Lettland geschickt, und auch ihren nach einem Fußballunfall querschnittsgelähmten Mannschaftskameraden Manuel Graute haben sie nicht vergessen. Weitere Aktionen will der Verein folgen lassen.